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Studienplätze · Humanmedizin

Gewidmete Studienplätze

Bis zu 87 Plätze im Medizinstudium sind für Aufgaben im öffentlichen Interesse reserviert. Vergeben werden sie an Leute, die sich an ein Bundesland, die ÖGK oder ein Ministerium binden.

  • bis zu 87 Plätze 2026/27
  • Mindestleistung: oberstes Viertel
  • Vereinbarung mit genau einer Stelle
  • nur Humanmedizin

Was gewidmete Plätze sind

Gewidmete Studienplätze in Medizin vergeben die Unis für Aufgaben im öffentlichen Interesse. Hinter jedem Platz steht eine Institution, die später Ärztinnen und Ärzte braucht.

Das sind vor allem die Bundesländer, dazu die Österreichische Gesundheitskasse, das Innenministerium und das Bundesheer. Du schließt mit einer davon eine Vereinbarung und verpflichtest dich, die vereinbarten Aufgaben nach dem Studium tatsächlich zu übernehmen.

Ein Freifahrtschein ist das nicht. Du schreibst den MedAT-H wie alle anderen und musst eine Mindestleistung bringen.

87Plätzehöchstens, Studienjahr 2026/27
13Programmean den vier Standorten
75 %der Angetretenenmusst du mindestens erreichen

87 Plätze an vier Unis

Jede Widmung hängt an einem Studienort. Das Land Tirol vergibt seine Plätze in Innsbruck, Oberösterreich in Linz. Wer sich bewirbt, legt sich damit auch auf die Uni fest.

MedUni Wien 35gewidmete Plätze, höchstens
  • Land Wien13
  • Bundesheer9
  • Land Niederösterreich7
  • Land Burgenland2
  • ÖGK2
  • Innenministerium1
  • Justizministerium2026 nicht vergeben1
MedUni Innsbruck 19gewidmete Plätze, höchstens
  • Land Tirol5
  • ÖGK5
  • Land Salzburg4
  • Land Vorarlberg3
  • Innenministerium1
  • Bundesheer1
MedUni Graz 17gewidmete Plätze, höchstens
  • Land Steiermark8
  • Land Kärnten4
  • ÖGK4
  • Bundesheervorerst nur für 2026 geplant1
JKU Linz 16gewidmete Plätze, höchstens
  • Land Oberösterreich10
  • Land Niederösterreich4
  • ÖGK2

Die Zahlen sind Höchstwerte. Wie viele Plätze am Ende wirklich vergeben werden, hängt davon ab, wie viele Teilnehmer:innen eines Programms die Mindestleistung schaffen. Mehr zu den Standorten findest du bei MedAT Wien, Innsbruck, Graz und Linz.

Wer die Plätze vergibt

Alle neun Bundesländer haben ein eigenes Programm und stellen zusammen 60 der 87 Plätze. Sie suchen Leute, die später in ihren Spitälern und in der Versorgung arbeiten.

Land WienWien 13
ÖGKWien, Innsbruck, Graz, Linz 13
BundesheerWien, Innsbruck, Graz 11
Land NiederösterreichWien, Linz 11
Land OberösterreichLinz 10
Land SteiermarkGraz 8
Land TirolInnsbruck 5
Land KärntenGraz 4
Land SalzburgInnsbruck 4
Land VorarlbergInnsbruck 3
InnenministeriumWien, Innsbruck 2
Land BurgenlandWien 2
JustizministeriumWien 1
Bundesländer Gesundheitskasse Bundesheer Ministerien

Niederösterreich ist das einzige Land mit Plätzen an zwei Unis: 11 insgesamt, verteilt auf Wien und Linz. Oberösterreich vergibt seine 10 Plätze nur an der JKU Linz. Die ÖGK ist mit 13 Plätzen an allen vier Standorten vertreten.

Oft fällt dafür das Wort Landarzt-Studienplatz. Ganz passt es nicht. Beim Bundesheer und beim Innenministerium geht es nicht um eine Praxis am Land, und auch bei den Ländern steht in der Vereinbarung, wo und wofür du gebraucht wirst.

Die Mindestleistung

Für einen gewidmeten Platz muss dein Gesamtwert mindestens so hoch sein wie der von 75 % der Angetretenen. Du musst also ins oberste Viertel.

75 von 100 Angetretenen, die du mindestens erreichen musst 25 im obersten Viertel, nur hier ist die Mindestleistung erfüllt

Das ist die einzige feste Hürde beim MedAT. Für reguläre Plätze gibt es keine, dort entscheidet nur die Rangliste. Warum, erklärt die Seite zur Bestehensgrenze.

Leichter als ein regulärer Platz ist ein gewidmeter damit nicht automatisch. Jede Institution hat nur ihr eigenes Kontingent, und auch mit erfüllter Mindestleistung ist dir ein Platz nicht sicher. Wie sich Punkte und Gesamtwert zusammensetzen, rechnet der MedAT-Rechner.

So bewirbst du dich

Die Bewerbung läuft auf zwei Schienen: bei der Institution für die Widmung und bei der Uni für den Test.

  1. 01
    Uni und Programm wählen

    Schau, welche Institutionen an deiner Wunsch-Uni Plätze haben. Kontakt und Zusatzkriterien jeder Stelle stehen auf medizinstudieren.at.

  2. 02
    Vereinbarung abschließen

    Mit genau einer Institution. Sie meldet dich der Uni als Teilnehmer:in. In Wien musste diese Liste 2026 bis 1. Juni bei der Uni sein.

  3. 03
    Zum MedAT-H anmelden

    Wie alle anderen über die Internet-Anmeldung, 2027 voraussichtlich vom 1. März 2027 bis 31. März 2027, und die Kostenbeteiligung von 110 € zahlen.

  4. 04
    Test schreiben

    Gesamtwert im obersten Viertel, dann kommst du für einen Platz deines Programms in Frage. Vergeben wird er von der Uni.

Wann eine Institution Bewerbungen annimmt und wie sie auswählt, legt sie selbst fest. Frag also früh nach, am besten schon vor der Anmeldung im März. Was du allgemein für die Anmeldung brauchst, steht bei den Voraussetzungen.

Wozu du dich verpflichtest

Mit der Vereinbarung sagst du zu, die Aufgaben im öffentlichen Interesse auch tatsächlich zu erbringen. Meist heißt das, nach dem Studium eine bestimmte Zeit für das Land oder die Institution zu arbeiten.

Die Details sind bei jeder Stelle anders. Lies die Vereinbarung deshalb genau, bevor du unterschreibst, und lass dir offene Punkte schriftlich beantworten.

  • Wie viele Jahre musst du nach dem Studium bleiben?
  • Wo genau arbeitest du, und kannst du mitreden?
  • Was gilt, wenn du das Studium abbrichst oder die Uni wechselst?
  • Was passiert, wenn du regulär einen Platz bekommst?
  • Gibt es während des Studiums Unterstützung, und musst du sie zurückzahlen?

Gewidmete Plätze und die Quote

Rechtlich stehen die Widmungen in § 71c Abs. 5a des Universitätsgesetzes. Sie kommen aus den 5 % der Plätze, die nach der MedAT-Quote übrig bleiben.

MedUni Wien704 Plätze, davon 5 % = 35,2 35
MedUni Innsbruck390 Plätze, davon 5 % = 19,5 19
MedUni Graz382 Plätze, davon 5 % = 19,1 17
JKU Linz330 Plätze, davon 5 % = 16,5 16
Die ganze Spur ist der 5-%-Bereich der Uni, gefüllt ist der Teil, den die Widmungen höchstens belegen.

Rechnet man nach, belegen die Widmungen diesen Bereich an jeder Uni zum größten Teil. In Wien sind es 35 gewidmete Plätze bei einem 5-%-Bereich von 35,2 Plätzen.

Die Regel ist laut Rechtsinformationssystem derzeit bis 31. Dezember 2027 befristet, ebenso wie die Quote. Ob es die gewidmeten Plätze danach in dieser Form noch gibt, entscheidet der Gesetzgeber. Für den Test 2027 gilt sie noch. Wie viele sich zuletzt beworben haben, zeigt die MedAT-Statistik.

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Ins oberste Viertel kommen

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Häufige Fragen

Was sind gewidmete Studienplätze in Medizin?

Plätze in Humanmedizin, die für Aufgaben im öffentlichen Interesse reserviert sind. Du schließt dafür eine Vereinbarung mit einem Bundesland, der ÖGK oder einem Ministerium und verpflichtest dich, diese Aufgaben später auch zu erbringen.

Wie viele gewidmete Studienplätze gibt es?

Im Studienjahr 2026/27 bis zu 87: höchstens 35 in Wien, 19 in Innsbruck, 17 in Graz und 16 in Linz. Einer davon, der Platz des Justizministeriums in Wien, wird 2026 nicht vergeben.

Muss ich für einen gewidmeten Studienplatz den MedAT schreiben?

Ja. Du meldest dich ganz normal zum MedAT-H an, zahlst die Kostenbeteiligung und schreibst den Test. Dein Gesamtwert muss mindestens so hoch sein wie der von 75 % der Angetretenen.

Kann ich mich bei mehreren Bundesländern bewerben?

Nein. Erlaubt ist nur die Anmeldung bei einer Institution. Wer bei mehreren gemeldet ist, wird bei der Vergabe für keine davon berücksichtigt.

Wie komme ich über das Bundesheer zum Medizinstudium?

Das Bundesheer hat 2026/27 bis zu 11 gewidmete Plätze, die meisten in Wien. Laut medizinstudieren.at brauchst du unter anderem die österreichische Staatsbürgerschaft, eine bestandene Eignungs- und Verlässlichkeitsprüfung und mindestens sechs Monate Wehrdienst vor dem MedAT.

Was passiert, wenn ich auch regulär einen Platz schaffe?

An der MedUni Wien wird ein gewidmeter Platz laut Zulassungsverordnung nur an jemanden vergeben, der nicht ohnehin über die Rangliste einen Platz bekommt. Was das für deine Vereinbarung heißt, klärst du am besten vorher mit der Institution.

Offizielle Infos

Kontakte, Zusatzkriterien und die aktuelle Zahl der Plätze je Institution findest du auf medizinstudieren.at. Verbindlich sind die Zulassungsverordnungen der Unis.

MedAT ONE ist ein unabhängiges Angebot und nicht mit den Medizinischen Universitäten Wien, Innsbruck, Graz oder der JKU Linz verbunden. Verbindlich sind die Angaben auf medizinstudieren.at und in den Verordnungen der Universitäten. Unsere Aufgaben sind selbst erstellt und im Stil des MedAT gehalten.

TMMK

Tobias Müller und Matthias Kinzl haben den MedAT selbst geschrieben und entwickeln MedAT ONE in Innsbruck. Zuletzt geprüft: Oktober 2026.