Rangliste statt Punktegrenze
MedAT-Bestehensgrenze
Wie viel Prozent brauchst du für einen Studienplatz? Die ehrliche Antwort: Eine fixe Grenze gibt es nicht. Sie entsteht jedes Jahr neu.
- keine fixe Grenze
- eine Rangliste je Uni
- 13.248 angetreten 2026
- 1.950 Plätze 2026/27
Die ehrliche Antwort
Eine MedAT-Bestehensgrenze im Sinn einer Prozentzahl, ab der du sicher drin bist, gibt es nicht. Die Unis vergeben ihre Plätze der Reihe nach an die Besten der Rangliste.
Gereiht wird nach deinem Gesamtwert, getrennt nach Uni und Studium. Wer auf dem letzten Rang mit Platz landet, legt im Nachhinein die „Grenze“ fest. Vorher kennt sie niemand, auch die Unis nicht.
Warum die Grenze jedes Jahr wandert
Dein Gesamtwert allein entscheidet nichts. Entscheidend ist, wie viele vor dir liegen und wie viele Plätze es gibt.
Jahr ADie Linie liegt links von dir: Platz
Jahr BGleicher Wert, die Linie liegt rechts: kein Platz
Schneiden die anderen in einem Jahr stärker ab, rutscht die Linie nach rechts. Ist ein Testteil schwieriger, sinken die Werte bei allen, und die Linie rutscht mit. Ein Wert aus dem Vorjahr sagt deshalb wenig über dein Jahr.
Fix ist die Linie selbst nach den Ergebnissen noch nicht. Im September rücken Leute nach, wenn andere ihren Platz nicht annehmen. Der letzte Rang mit Platz wandert dann weiter nach hinten.
Warum Prozentwerte aus dem Netz wenig taugen
In Foren und Gruppen kursieren jedes Jahr Cut-off-Werte je Uni. Sie stammen fast immer aus Selbstauskünften: Leute posten ihr Ergebnis und ob sie einen Platz bekommen haben.
Es melden sich vor allem die, die gern über ihr Ergebnis reden. Ein Zufallsquerschnitt ist das nicht.
Human- und Zahnmedizin, Uni und Kontingent landen oft im selben Topf. Jede Rangliste hat aber ihren eigenen letzten Platz.
Ein Wert aus dem August ist vor dem Nachrücken entstanden. Im September sieht es anders aus.
Manche nennen den Gesamtwert, andere den Anteil richtiger Antworten in einem Testteil. Verglichen wird dann Ungleiches.
Was den letzten Platz bestimmt
Drei Dinge legen fest, wie weit die Plätze in der Rangliste reichen: der Andrang an deiner Uni, die Quote und dein Studium.
Plätze und Angetretene je Uni
Je mehr Leute auf einen Platz kommen, desto weiter vorn endet die Liste der Zusagen. 2026 war der Andrang in Wien am größten, in Linz am kleinsten.
-

Wien
8,4
Angetretene pro Platz
-

Innsbruck
6,1
Angetretene pro Platz
-

Graz
5,7
Angetretene pro Platz
-

Linz
5,2
Angetretene pro Platz
Angetretene 2026 und Plätze 2026/27, Human- und Zahnmedizin zusammen. Mehr Zahlen, auch zu den Vorjahren, stehen in der MedAT-Statistik.
Weniger Andrang heißt aber nicht automatisch eine niedrigere Grenze. Wie gut die Leute an Innsbruck, Graz oder Wien abschneiden, zeigt keine dieser Zahlen.
Quote und Studium
In der Humanmedizin gehen mindestens 95 % der Plätze an EU-Bürger:innen, davon mindestens 75 % an Personen mit österreichischem Reifezeugnis. Höchstens 5 % bleiben für Nicht-EU. Je nach Kontingent kann der letzte Platz deshalb bei einem anderen Gesamtwert liegen. Wie das genau funktioniert, steht bei der MedAT-Quote.
Zahnmedizin hat keine Quote, dafür nur 144 Plätze an drei Unis und eine eigene Rangliste. Was dort anders getestet wird, steht beim MedAT-Z.
Die einzige feste Hürde
Eine Mindestleistung gibt es nur bei den gewidmeten Studienplätzen. Dort musst du im MedAT-H einen Gesamtwert erreichen, der mindestens so hoch ist wie der von 75 % der Angetretenen.
Auch diese Hürde ist relativ. Welcher Prozentwert dem obersten Viertel entspricht, hängt davon ab, wie alle anderen abschneiden. Bewerben kannst du dich nur bei einer Institution, sonst fällst du aus allen Vergaben.
So setzt du dir trotzdem ein Ziel
Eine Zahl, auf die du hinarbeiten kannst, gibt es nicht. Deinen eigenen Verlauf kannst du aber sehr genau messen.
- 01Simulation unter echten Bedingungen
Schreib einen ganzen Testteil am Stück, mit Zeitlimit und ohne Pausen dazwischen. Nur so ist das Ergebnis vergleichbar.
- 02Testwert ausrechnen
Trag deine richtigen Antworten in den MedAT-Rechner ein. Er gewichtet wie die Verordnung: BMS und KFF je 40 %, TV und SEK je 10 %.
- 03Schwächen nach Gewicht ordnen
Eine Aufgabe mehr in BMS oder KFF bringt mehr als eine in SEK. Was jeder Teil wiegt, zeigt der Aufbau des MedAT.
- 04Verlauf statt Einzelwert
Vergleich dich alle paar Wochen mit dir selbst. Steigt dein Wert in allen Teilen stetig, bist du auf dem richtigen Weg.
MedAT ONE
Dein Testwert, nicht der aus dem Forum
Im Rechner von MedAT ONE trägst du nach jeder Simulation deine richtigen Antworten ein und siehst deinen Testwert, gewichtet wie im echten Test.
- Testwert aus allen Untertests
- Simulationen mit Zeitlimit
- Fehler gezielt wiederholen
bald

Häufige Fragen
Wie viel Prozent braucht man beim MedAT?
Das lässt sich vorher nicht sagen. Es gibt keine fixe Grenze, die Plätze gehen der Reihe nach an die Besten deiner Uni. Wo der letzte Platz landet, steht erst nach dem Test fest.
Gibt es beim MedAT eine Bestehensgrenze?
Nein. Den MedAT besteht man nicht wie eine Prüfung. Du landest auf einem Rang, und wenn die Plätze bis zu deinem Rang reichen, bekommst du einen Studienplatz.
Werden die Cut-off-Werte veröffentlicht?
Nicht im Voraus. Die Unis schreiben selbst, dass es keinen Sinn hat, auf einen bestimmten Wert hinzuarbeiten. Werte, die im Netz kursieren, stammen meist aus Selbstauskünften.
Ist die Grenze in Wien höher als in Graz, Innsbruck oder Linz?
Das weiß niemand verlässlich. Fest steht nur der Andrang: 2026 kamen in Wien 8,4 Angetretene auf einen Platz, in Linz 5,2. Wie stark die Leute dort abschneiden, sagt diese Zahl nicht.
Gibt es für gewidmete Studienplätze eine Mindestgrenze?
Ja, aber keine feste Prozentzahl. Dein Gesamtwert muss mindestens so hoch sein wie der von 75 % aller Angetretenen. Du musst also ins oberste Viertel.
Offizielle Infos
Wie gereiht und zugelassen wird, regeln die Verordnungen der Unis. Die Grundlagen stehen auf medizinstudieren.at, die Verhältnisse oben haben wir aus den veröffentlichten Zahlen selbst gerechnet.
- MedAT-MythenZum Cut-off-Wert, auf medizinstudieren.at
- TestergebnisseBekanntgabe der Ergebnisse und Nachrücken
- Gewidmete StudienplätzeMindestleistung und Plätze je Uni
- Statistik, Studien und BerichteZahlen zum Aufnahmeverfahren
- KontingentregelungDie Quote in der Humanmedizin
MedAT ONE ist ein unabhängiges Angebot und nicht mit den Medizinischen Universitäten Wien, Innsbruck, Graz oder der JKU Linz verbunden. Verbindlich sind die Angaben auf medizinstudieren.at und in den Verordnungen der Universitäten. Unsere Aufgaben sind selbst erstellt und im Stil des MedAT gehalten.
Tobias Müller und Matthias Kinzl haben den MedAT selbst geschrieben und entwickeln MedAT ONE in Innsbruck. Zuletzt geprüft: Oktober 2026.
Weiter im Ratgeber
- MedAT-RechnerRichtige Aufgaben eintragen und den Testwert sehen, für MedAT-H und MedAT-Z, mit SEK als Durchschnitt.
- MedAT in ZahlenAnmeldungen, Angetretene und Studienplätze je Uni seit 2024, mit dem Andrang pro Platz.
- ErgebnisseWann die Ergebnisse kommen, was drinsteht, wie Rangliste und Nachrücken funktionieren und wie du Einsicht nimmst.
- QuoteWie die Quotenregelung die Plätze in Humanmedizin verteilt und welches Kontingent für dich gilt.
- Gewidmete PlätzeBis zu 87 Medizin-Plätze für Länder, ÖGK, Bundesheer und Innenministerium: wer sie vergibt und was du leisten musst.
- Nicht geschafft – und jetzt?Kein Platz bekommen? Was du jetzt tun kannst: Testeinsicht, Ergebnis auswerten, neu anmelden und das Jahr bis zum nächsten Versuch planen.